Starbound: Aufbruch ins Ungewisse

Liebste N.,

wenn Du diese Zeilen liest, habe ich mein Abenteuer bereits angetreten. Es grämt mich sehr, dass Du mich nicht begleiten konntest. Ich vermisse dich jetzt schon wahnsinnig.

Es tut mir Leid, dass ich Dir keine Holobilder schicken kann — ich weiss wie sehr Du sie gemocht hättest. Aber der Kommandant hat eine totale Kommunikationssperre verhängt. Nichts von unserer Reise soll an die Öffentlichkeit dringen. Dies ist der einzige Weg wie ich Dir von meinen Erfahrungen berichten kann, Dir die Wunder zeigen kann, die mir begegnen. Auch wenn es natürlich nur ein schwacher Trost sein kann.

Der Start des Schiffs war atemberaubend. Wir haben die Atmosphäre der Erde verlassen. Die Wolken über dem indischen Ozean lassen ihn aussehen wie ein riesiges Gebirge, das bis in den Weltraum hinauf ragt. Das Gefühl der ständigen Schwerelosigkeit ist unbeschreiblich. Der Effekt wird sich voraussichtlich sehr schnell abnutzen und wir werden bald die künstliche Schwerkraft einschalten, aber im Moment genieße ich es mit nahezu kindlicher Begeisterung.

Wir sind am alten “Hubble” vorbei geflogen und haben sicher gestellt, dass es in zwei Monaten planmäßig außer Betrieb genommen werden kann. Wenn es so weit ist, wird es eine kleine Zeremonie geben, Feuerwerk und Häppchen inklusive. Dort werden auch die ersten Bilder des JWST zu sehen sein — ich habe Mission Control darüber reden hören. Ein paar Leute haben mir einen Gefallen geschuldet: Du solltest deine Einladung bereits in Händen halten!

Wir haben jetzt den Mond erreicht und entfernen uns immer weiter von der Erde. Mit jedem Kilometer der zwischen uns liegt, wird mein Herz schwerer. Ich muss jetzt aufhören, wir machen uns bereit für den Sprung in den Hyperraum: Das nächste Ziel ist Venus! Wäre dich doch nur schon wieder bei Dir.

Auf bald Liebste!

- J.